»Fotografieren ist für mich wie verliebt sein: Das Herz geht auf und der Bauch kribbelt. Ohne bekomme ich Entzugserscheinungen …«

Mein Traumberuf als Kind? Astronautin, Feuerwehrfrau, Ponyhofbesitzerin? Nein, nein. Ich hatte schon immer nur den einen Wunsch: Ich werde Fotografin!

Mit 16 begegnete ich den unglaublich beeindruckenden Werken des Dokumentarfotografen James Nachtwey. Ich erkannte, dass es möglich ist, mit nur einem einzigen Bild eine komplette Geschichte zu erzählen und komplexe Charaktere zu zeichnen. Gibt es etwas Spannenderes?

Von nun an wollte auch ich durch Portraitaufnahmen etwas aus den Menschen herauslocken. Die Kunst, einen Menschen so darzustellen, wie er gerne herüberkommen möchte, oder ihm ganz neue Facetten zu offenbaren, die dem Fotografierten vielleicht selbst noch gar nicht bewusst sind, fasziniert mich bis heute. So sehr, dass ich mit meiner Kamera in der Hand eine Art Symbiose eingehe. Meine Kamera wird zu meinem Auge, durch das ich die Welt und die Personen vor mir betrachte. Doch wer genau sind die Menschen, die ich durch mein Objektiv sehe? Ich muss es erfahren, um ihre Charaktere zeichnen und ihre Geschichten erzählen zu können. Also spreche ich mit ihnen, sobald ich sie besuche. Besuche? Ja, und als Besucherin ist es meine Aufgabe, dass die Gastgeber Spaß haben, etwas erleben und sich wohlfühlen. Unwohlsein oder gar Angst? Darf, soll und wird es nicht geben. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und arbeiten an etwas, das nicht austauschbar sein wird. Das ist es, was das Fotografieren für mich zum Traumberuf und zur nicht abebben wollenden Leidenschaft macht: Ich unterhalte mich mit den Menschen, die ich fotografiere, lerne sie kennen und am Ende … am Ende steht das Bild. Das Bild, das Dich zeigt. Vielleicht hast Du Dich so noch nie gesehen und entdeckst ganz neue Seiten an Dir? Das ist mein Ziel.

Von 2011 bis 2014 wurde ich von den Hoffotografen ausgebildet. 2013 kam ich bei einem Wettbewerb des bpp (Bund professioneller Portraitfotografen) unter die Top 10 und wurde 2014 zum »Newcomer of the Year« ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde eines meiner Bilder vom bpp zum Foto des Monats und ich zur Landessiegerin von Berlin-Brandenburg gekürt. Seit 2015 bin ich gelernte Ausbilderin und mache mich seit 2016 selbstständig. Im April 2017 beginne ich meine Ausbildung zur Meisterfotografin.

Ein Leben ohne Kamera? Gibt es nicht. Wir sehen uns beim Shooting …

Making of


Mit Leidenschaft bei der Arbeit auf der Suche nach dem besonderen Moment.

– Impressionen folgen bald –